AKUPUNKTUR – HANDWERK UND GEISTIGE HALTUNG

Akupunktur ist zunächst ein Handwerk, dessen Techniken und Methoden sauber erlernt und angewendet werden müssen. Nur wenn der Akupunkturpunkt zum richtigen Zeitpunkt, mit der richtigen Nadel, in der richtigen Tiefe gestochen wird, die Nadel korrekt manipuliert wird und eine angemessene Zeit im Körper verbleibt, wird die Wirkung optimal sein. Wie all dies zu geschehen hat richtet sich nicht nur nach der Diagnose, sondern vor allem auch nach der Konstitution des Patienten.

Aber noch etwas ist entscheidend: Die geistige Haltung und die Absicht des Therapeuten!

Was ist damit gemeint? Es ist schwer zu erklären, ohne sogleich in eine esoterische Ecke verfrachtet zu werden. Trotz meiner als Psychologe langen Ausbildung in den Forschungsmethoden und der Statistik der westlichen Wissenschaft, musste ich in meiner Arbeit als Akupunkteur erkennen, dass noch andere Faktoren neben dem wissenschaftlich vielleicht noch fassbaren und evaluierbaren „Handwerk“ eine Rolle spielen. Ich stellte fest, dass die Wirkung der Akupunktur z.B. effizienter war, je klarer ich im Geist war, je zielgerichteter meine Absicht hinter der Behandlung war. TaiQi und Meditation sind wichtige Methoden für den Therapeuten, diese geistige Klarheit gegenüber dem Patienten aufrecht zu halten.