QI – DIE TREIBENDE KRAFT DES LEBENS

Die Chinesische Medizin ist eine Jahrtausende alte, ganzheitliche Medizin, bei der jeder Mensch als Individuum gesehen wird. Sie unterscheidet nicht zwischen Körper, Geist und Seele, sondern der Mensch wird als „eine Einheit“ gesehen und somit auch als Einheit behandelt. Das bedeutet, dass die chinesische Medizin es z.B. als selbstverständlich ansieht, dass einerseits Störungen eines Organsystems auch entsprechende emotionale Dysbalancen nach sich ziehen können und andererseits längere emotionale Dysbalancen auch die Organsysteme schädigen können. Denn beide werden durch das gleiche energetische System reguliert.

Grundlage dieses energetischen Systems ist etwas, das die Chinesen „Qi“ nennen. Man kennt dieses Qi vielleicht von anderen Begriffen wie „TaiQi“ (Schattenboxen) oder „QiGong“. Was genau Qi ist lässt sich nicht in ein paar wenigen Worten verdeutlichen. Qi ist Alles. Es kann eher die Form von Materie annehmen (z.B. verdichtet in Form von Flüssigkeiten bei Ödemen) oder eher als Energie vorliegen. Dieser Sachverhalt wird unter anderem in dem bekannten Yin-Yang Symbol verdeutlicht, das das ständige gegenseitige Schrumpfen und Wachsen der relativen Kräfte Yin und Yang darstellt. Yin und Yang sind stets komplementär gedacht, niemals antagonistisch. Sie ergänzen und bedingen sich gegenseitig und lösen sich in rhythmischem Wechsel gegenseitig ab.