Neurologische Beschwerden

Schlaganfall (Apoplex), Trigeminusneuralgie, Faszialisparese, etc.

Plötzlich wie ein
Peitschenschlag...

 

Neurologische Beschwerden oder Störungen ereignen sich häufig sehr plötzlich (z.B. Trigeminusneuralgie, Gesichtsnervenlähmung / Faszialisparese, Augenmuskellähmung / Abduzensparese, sonstige Lähmungen, Bewegungsstörungen oder Sprachstörungen nach Schlaganfall) und sind in höchsten Maße ängstigend und mitunter auch mit großen Schmerzen verbunden. Derart plötzlich auftretende, heftige Störungen werden in der Chinesischen Medizin als „Wind“ bezeichnet, der neben Trockenheit, Feuchte, Kälte, Hitze und Sommerhitze zu den sechs kosmischen Qi gezählt wird und das Eindringen dieser sogenannten pathogenen Faktoren befördert.

Diagnostik und Behandlung

 

Die Chinesische Medizin bietet die Möglichkeit, diese pathogenen Faktoren auszuleiten und damit die Störungen in den Leitbahnen (Meridianen) zu korrigieren. Hierbei gilt: Je schneller nach dem Auftreten der Störung mit der Behandlung begonnen wird, desto höher sind die Erfolgsaussichten. Auch sollte zumindest anfangs eine hohe Behandlungsfrequenz von mindestens zweimal die Woche angestrebt werden.

Konnte eine Verbesserung der akuten Probleme erreicht werden, gilt es, den Körper gegen ein erneutes Eindringen von „Wind“ zu schützen und zu stärken. Hierzu sollte eine ausführliche Anamnese des körperlichen Gesamtzustandes aus Sicht der Chinesischen Medizin erfolgen, um die „Wurzel“ der Erkrankung zu identifizieren. Möglich sind hier viele Ursachen. Neben einem Blutmangel, der das Eindringen von „Wind“ sehr erleichtert, sind auch eine Schwäche des sogenannten „WeiQi“ (Abwehr-Qi, das an der Oberfläche kreist und vor pathogenen Faktoren schützt) oder Beeinträchtigungen des Blutflusses aus verschiedene Gründen möglich. Ebenso kann eine starke Stagnation des Leber-Qi (z.B. durch andauernden starken psychischem Stress) mit der Tendenz „nach oben zu streben“ z.B. einen Schlaganfall begünstigen. All diese Faktoren bieten Ansatzpunkte, neben den wichtigen schulmedizinischen Maßnahmen, präventiv nach einem Schlaganfall oder anderen neurologischen Beschwerden zu behandeln.

Methode

 

Gerade bei neurologischen Störungen hat sich bezüglich der angewendeten Akupunkturmethoden die Neue Schädelakupunktur nach Toshikatsu Yamamoto (YNSA) als sehr effizient erwiesen, da bei dieser Methode zum einen über sogenannte Somatotope die Wirbelsäule und verschiedene Hirnregionen über die Nadelung verschiedener Punkte am Schädel angesprochen werden können, und zum anderem auch gezielt einzelne Hirnnerven in die Behandlung mit einbezogen werden können.