Menstruationsstörungen

Dysbalance im weiblichen Körper

Dysbalance im
weiblichen Körper

 

Menstruationsstörungen sind aus verschiedenen Gründen in unserer Gesellschaft sehr häufig. In der Chinesischen Medizin werden im Vergleich zur Schulmedizin engere Grenzen für eine störungsfreie Monatsblutung gezogen:

  • eine regelmäßige Zykluslänge von ca. 26-32 Tagen (Zyklusdauer von 3-5 Tage),
  • der Verlust einer normalen Menge Blut (weder zu viel noch zu wenig),
  • eine normale Qualität und Farbe des Blutes (frischrot, keine Klumpen),
  • und vor allem ein weitgehend schmerzfreien Verlauf der Menstruation.

Die Chinesische Medizin ist der Auffassung, dass auch leichte Abweichungen von diesen Vorgaben eine Dysbalance im weiblichen Körper widerspiegelt, die reguliert werden will, da sie sonst auf Dauer zu weiteren Problemen führt. So wird ein zu hoher Blutverlust auf Dauer zu einem Blutmangel führen (Blutmangel bedeutet in der Chinesischen Medizin weit mehr als nur Eisenmangel!), der in der Folge wiederum zu Müdigkeit, Erschöpfung, Haarverlust, trockener Haut, brüchigen Nägeln bis hin zu Nachtblindheit führen kann.

Diagnostik und Behandlung

 

Ein sehr hilfreiches Mittel für die Ursache von Menstruationsstörungen ist die Aufzeichung der Basaltemperatur über einige Monate, da man hier an der Höhe der Temperatur und deren Schwankung um den Einsprung und die Mensis eben jene Dysbalance sehr gut identifizieren kann. Ist das Gesamtniveau der Temperatur zu niedrig (Yang-Mangel), kommt oft Moxibustion zum Einsatz, also das Wärmen von Akupunkturpunkten mit Beifuss. Schwankt die Temperatur übermäßig, sind häufig emotionale Dysbalancen die Ursache. Desweitern können spezifische Veränderungen der Follikelphase vor dem Einsprung (Yin-Phase) oder der lutealen Phase nach dem Eisprung (Yang-Phase) identifiziert werden. Die Behandlung richtet sich dann nach der jeweiligen chinesischen Diagnose.

Die Chinesen sagen übrigens „Die Behandlung von Frauen ist zehnmal schwieriger als die von Männern“, was an den viel komplizierteren, hormonellen Wechselspielen liegt. Wenn jedoch keine schwerwiegende andere Erkrankung den Menstruationsstörungen zu Grunde liegt, ist eine erfolgreiche Behandlung von Menstruationsstörungen mit Akupunktur sehr wahrscheinlich.