ASIATISCHE / CHINESISCHE MEDIZIN

EINE WERTVOLLE ERGÄNZUNG

 

Unsere westliche Medizin hat in den letzten Jahrzehnten herausragendes Wissen erlangt und erstaunliche Erfolge erzielt. Ihr Einsatz ist bei vielen Krankheiten absolut notwendig. Dennoch können komplementäre Heilmethoden wie die Chinesische Medizin ergänzend einen wertvollen Beitrag leisten, wenn sogenannte „funktionelle Störungen“ vorliegen, die oft mit massiven, über lange Jahre bestehenden Beschwerden verbunden sind.

„Funktionell“ bedeutet in diesem Zusammenhang einerseits, dass meist kein eindeutiger körperlicher Befund vorhanden ist, andererseits, dass die Störung im Gesamtsystem des Körpers und in seiner Interaktion mit der Umwelt liegt und daher oft nicht mit schulmedizinischer Diagnostik eindeutig zu fassen ist. Diese Beschwerden gründen sich eben noch nicht auf nachweisbare Veränderungen der anatomischen Struktur, des Blutbildes oder des Hormonstatus, sondern liegen in einem „energetischen“ Ungleichgewicht des „Qi“. Wichtig ist zu verstehen, dass die dadurch entstehenden Beschwerden wie Schmerzen, gestörte Befindlichkeit oder auch Störungen der Vitalfunktionen (Schlaf, Stuhlgang, Miktion, Wärmeverteilung im Körper, Menstruation, etc.) keineswegs „eingebildet“, sondern tatsächlich vorhanden sind.

Zweige und Wurzel
einer Erkrankung

 

Die Chinesische Medizin versucht stets Biao (Zweige) und Ben (Wurzel) zu behandeln, also sowohl akute Symptome als auch die zu Grunde liegende Dysbalance. Hat man ein leeres, verrostetes Fass mit einem Loch, so sollte man zuerst das Loch stopften, dann das Fass vom Rost befreien und neu streichen und erst zuletzt neues Wasser einfüllen!

Mit einem solchen schrittweisen Vorgehen versucht die Chinesische Medizin , Krankheiten bzw. Störungen nachhaltig zu behandeln. Leider benötigt das meist etwas mehr Zeit. Die Behandlung mit Akupunktur ist stets eine Hilfe zur Selbsthilfe, die auf den gesunden Kräften des Körpers basiert und auch angewiesen ist. Es sind lediglich Impulse, die Arbeit verrichtet Ihr Körper bzw. Ihre Psyche.

Daher ist der Gesundungsprozess oft auch von Ihrer Mitarbeit abhängig. Bei vielen gesundheitlichen Problemen spielen Lebensführung, Umgang mit Stress, Essverhalten oder Glaubenssätze eine große Rolle und müssen daher zum einen Beachtung bei in der Anamnese finden, zum anderen aber auch Teil der Therapie sein.