Shonishin

TCM und Akupunktur für Babies und Kleinkinder

Was ist Shonishin?

 

Shonishin kam um das Jahr 1600 in Japan bei Osaka auf. Diese Methode ist darauf ausgelegt, Babies und Kleinkinder mit der Logik der Meridiane und der Akupunktur zu behandeln, allerdings auf eine nicht-invasive Art  und Weise, d.h. ohne Werkzeuge zu verwenden, die durch die Haut dringen und somit das Kind ängstigen oder gar verletzen. Aber auch aus anderen Gründen ist bei Babies und Kleinkindern eine spezielle Herangehensweise angebracht. Zum einen sind nicht alle diagnostischen Methoden anwendbar wie bei einem Erwachsenen (z.B. Befragung oder Pulsdiagnose). Zum anderen liegt eine Spezifität von Babies und Kleinkindern darin, dass sie viel Yang besitzen und sich dieses auch schnell bewegt – man denke nur daran, wie schnell Babies hohes Fieber entwickeln können. D.h. neben einer rudimentären Diagnostik liegt das Augenmerk bei der Behandlung darin, dieses Yang und die Konstitution des Kindes nicht zu überfordern, d.h. bei den geringsten Anzeichen für eine energetische Überforderung die Behandlung einzustellen. Weniger ist hier mehr! Die Intensität der Behandlung kann mit dem Alter des Kinders gesteigert werden.

Diagnostik

 

Die Diagnostik ist bei Babies und Kleinkindern aufgrund sehr eingeschränkter Befragungsmöglichkeiten sehr rudimentär. Man richtet sich gewissermaßen nach Grundmustern, die dann auch mit einer sogenannten Wurzelbehandlung angesprochen werden. Das zugrundeliegende Grundmuster erfährt man im Dialog mit den Eltern. Im Wesentlichen finden sich bei Babies und Kleinkindern folgende Problembereiche bzw. Grundmuster:

  1. Lungenmuster: Hautsymptome, Lungensymptome, Immunsystem
  2. Lebermuster: Auffälliges Verhalten, Reizbarkeit, Weinen, Schreien, ADHS, Schlafprobleme
  3. Nierenmuster: Entwicklungsauffälligkeiten, Bettnässen
  4. Milzmuster: Verdauungsprobleme, Durchfall, Verstopfung

Behandlung

 

Ist das Grundmuster identifiziert, werden spezielle Techniken zur Behandlung verwendet, die auch schon in den alten Klassikern erwähnt sind. Hier zählen im Wesentlichen das Reiben und Massieren von Meridianen sowie das Klopfen und Pressen von Akupunkturpunkten. Die behandelten Meridiane und Akupunkturpunkte richten sich nach dem Grundmuster. Behandelt wird v.a.an Armen, Beinen, Rücken und Bauch, ggf. auch im Nacken.

Die  Dauer der Behandlung an sich ist relativ kurz, da Kinder wie bereits erwähnt sehr schnell reagieren. Meist dauert die Behandlung nicht mehr als ca. 10 Minuten. Etwas mehr Zeit dauert es häufig, das nötige Vertrauen von dem Baby oder dem Kleinkind zu erhalten. Ich behandle generell nur, wenn das Baby bzw. Kind das auch zulässt!